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Hier finden Sie  eine Kurzbiografie des Autors und Hintergrundinformationen zur Entstehung der Romane.

Unter der Rubrik “Bücher” lesen Sie Auszüge der beiden bisher erschienenen Romane.

Wolfgang Ram wurde 1952 in Hamburg geboren.  Nach dem Abitur studierte er in Hamburg Medizin und heiratete 1973.
Mit ihren vier Kindern zog die Familie 1991 nach Kiel. 1993 eröffnete Wolfgang Ram eine Praxis für angeborene Herzfehler in Kiel-Holtenau. Der Kinderkardiologe und Sportmediziner kombinierte in seinem ersten Buch die Erlebnisse seiner Kinder und deren Freunde an der Kieler Förde mit dem kriminellen Geschäft einer fiktiven Schleuserbande.

Den Stoff des zweiten Romans fand er bei der Suche nach seiner eigenen Herkunft:
Sein Urgroßvater, der Polsterer und Bühnenbauer Julius Asser, hatte für die jüdische  Familie während und nach der nationalsozialistischen Verfolgung  eine zentrale Rolle gespielt. Julius hatte bis zu seinem Tod im Jahr 1959 auch entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung seines Urenkels.
Zufällig erkannte der Autor lange nach dem Tod seiner Eltern im Jahr 2011 die Kinderheime an der Elbchaussee und auf dem Kösterberg wieder, in denen er drei Jahre lang versteckt worden war. Über die Gründe der Heimunterbringung hatten seine Eltern zeitlebens jede Auskunft verweigert.

Wolfgang Ram recherchierte  daraufhin zunächst das Schicksal seiner seit Generationen in Hamburg ansässigen Familie mütterlichereits und entdeckte das Ausmaß ihrer Verfolgung:

Sein Urgroßvater Julius Asser war von den Nationalsozialisten enteignet worden und hatte wie der Großvater Herbert Asser schwere Zwangsarbeit in den Kriegstrümmern der Hansestadt zu leisten, sein Großonkel wurde 1945 nach zweieinhalbjähriger Haft völlig entkräftet aus dem KZ Buchenwald nahe der Goethestadt Weimar von den Amerikanern befreit.

Sein Urgroßonkel Cäsar Asser und dessen in Göttingen lebende Familie überlebten die Schoah nicht. Cäsar und seine Frau Fanny, geborene Lipschütz, verhungerten im Ghetto Theresienstadt. Ihre Kinder und Enkel wurden von den Schergen Hitlers im Rahmen der “Endlösung” mit großer Wahrscheinlichkeit noch 1942 in Treblinka vergast.
Nicht nur die tagelange qualvolle Fahrt der Familie im Deportationszug DA 6, sondern auch ihre Ankunft im Warschauer Ghetto am 1. April 1942 und die vorübergehende Unterbringung auf der “Quarantänestation” des Ghettos konnte der Autor nachweisen.
Die “Todesfallanzeigen”, die für Fanny am 3. Februar und für Cäsar 3. Juli 1943 – jeweils frühmorgens – ausgestellt worden waren, konnte er aufspüren. Ein Sterbedatum oder ein Todesort für die übrige Göttinger Familie hat er bisher nicht gefunden.

Wolfgang Ram berichtet auf Einladung von Schulen und Jugendeinrichtungen von der Schoah seiner jüdischen Familie während des nationalsozialistischen Regimes und diskutiert mit den Jugendlichen über die persönliche Verantwortung, auch heute Minderheiten in Deutschland vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus zu schützen.
So ist er regelmäßiger Gastredner am Holocaust-Gedenktag im Schloss-Gymnasium Plön.

In seinem zweiten Roman erzählt er am  Beispiel der jüdischen Geschwister Lissy und Kurt Asser albtraumartig eine wahre Begebenheit aus der Zeit des Nationalsozialismus, eingebettet in eine spannende Fiktion der Gegenwart.

“Feuermal – die Verschwundenen” wurde in die Bestände der Bibliotheken der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem, Jerusalem, des Jüdischen Museums Berlin, der Stadtarchive Göttingen und Hildesheim, des Staatsarchivs Hamburg, der Staatsbibliothek Hamburg, der Lehrerbibliothek Hamburg sowie der Stadt- und Kreisbibliotheken Lüneburg aufgenommen. Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck gab hinsichtlich des Romans seiner Hoffnung Ausdruck, “dass auch dadurch die Erinnerung wachgehalten wird. Denn es sind besonders die Jüngeren, die das Gedenken und die Erinnerung weitertragen müssen” (Schreiben des Bundespräsidialamtes vom 18.5.2015).

Gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig (“Stolpersteine”), der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und dem Geschichtsverein Göttingen erreichte Wolfgang Ram, dass im Jahr 2015 für Lissy und Kurt Asser sowie ihre Eltern und die Großmutter Bertha Fernich Stolpersteine im Papendiek 26 gelegt werden konnten. Im Jahr 2016 folgten Stolpersteine für die Großeltern Fanny und Cäsar Asser in der Oberen Masch 10, Göttingen.

In Hamburg wurden bereits Stolpersteine für den Urgroßvater Julius Asser in der Bundesstraße 35  und für den Großvater Herbert Asser in der Stammannstraße 12 gesetzt.

Ein Karton mit einem Dutzend über hundertjähriger Glasplatten-Negative lüftete schließlich ein weiteres streng gehütetes Familiengeheimnis väterlicherseits: Der Urgroßvater Philipp Gärtner war Gründungsmitglied der idyllischen Siedlung “Edenhall” am Sachsenwald, die in der Familie jahrzehntelang romantisch als Vorläufer der Öko-Bewegung verklärt wurde.

 1915 Geschwister Gärtner mit Wagen1920 Alex Lore Gertrud1

 

 

 

 

 

 

Tatsächlich wurde jedoch unter der Führung des selbsternannten “Biosophen” Carl Friedrich Weißleder, der schon mit Ludwig Fahrenkrog und Wilhelm Schwaner die rassistische “Germanische Glaubensgemeinschaft” gegründet hatte, 1913 in Dassendorf eine deutsch-völkische Siedlung des Schaffer-Bundes  aus der Taufe gehoben: Hier sollte ein neues “furchtbefreites Menschengeschlecht” germanischer Abstammung entstehen. In der etwa 60 Hektar großen Siedlung “Edenhall” wuchsen die Großeltern (links Louise Gärtner mit ihren jüngeren Geschwistern, 1915, rechts Alex Ram,1920) auf und gründeten ebenfalls eine völkische Siedler-Familie.

Zum Thema der zwei politisch verfeindeten Familien ist ein weiterer Roman geplant.

 

 

 

 

Bisher veröffentlichte Romane:

„KielOben in der Klemme“ – Printversion ISBN 3-83110097-7 (9,90 EUR),
E-Book-Version ISBN 9783735717221 (5.99 EUR)

“Feuermal – die Verschwundenen” – Printversion ISBN 978-3-7357-1667-5 (10,90 EUR),
E-Book-Version ISBN 9783735765512 (5.99 EUR)